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Lactobazillen - gesundheitsfördernde Mikroorganismen für den Darm


1. August 2008

Über 500 Arten von Bakterien besiedeln unseren Darm. Diese Mikroorganismen sind zum größten Teil nützlich für den Menschen, weil sie das Verdauungssystem und den Abbau von Nahrung aktiv unterstützen. Mittlerweile hat man einige Arten identifiziert, die zusätzliche gesundheitsfördernde Effekte auf den menschlichen Organismus haben, weil sie das körpereigene Immunsystem stärken und modulieren. Dies sind in erster Linie bestimmte Laktobazillen, die so genannten probiotischen Mikroorganismen. Werden sie gezielt und in konzentrierter Form aufgenommen, können sie Verdauungsstörungen, unspezifische Durchfälle sowie wiederkehrende Infektionen oder Allergien wirkungsvoll bekämpfen.

Die Gesundheit des Menschen steht in engem Zusammenhang mit einer gesunden Darmflora.

Der wirkungsvolle Einsatz von probiotischen Mikroorganismen bei Störungen und Erkrankungen
ist wissenschaftlich nachgewiesen und durch gesicherte Daten belegt.

Bei unspezifischen Darmbeschwerden, Durchfällen

Eine starke Darmflora kann schädliche Mikroorganismen, die die Darmfunktionen behindern wirkungsvoll hemmen und pathogene Keime, die versuchen über die Nahrung in den Körper zu gelangen, erfolgreich bekämpfen. Gesundheitsfördernde Bakterien verhindern effizient eine Fremdbesiedelung des Darms und unterbinden das Eindringen der Krankheitserreger in die Darmwand, was letztlich zu Durchfällen führt. Laktobazillen
können Durchfälle nicht nur vermeiden, sondern auch ihre Dauer verkürzen.

Bei Immunschwäche und bei wiederkehrenden Infekten

Das darmeigene Immunsystem steht in engem Kontakt mit den Immunsystemen anderer Organe. So können probiotische Mikroorganismen die Abwehrmechanismen
der Schleimhäute der Atemwege, des Urogenital- Systems und des Vaginaltrakts stärken. Wissenschaftliche Studien belegen eine besonders gute Wirkung bei Candida- Pilzinfektionen der Scheide, bei Harnwegsinfekten und bei Atemwegserkrankungen.

Bei Allergieneigung

Bei einer Allergie, sei es Heuschnupfen, Asthma, Hautekzeme oder atopische Dermatitis(Neurodermitis) ist das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Immunzellen gestört, wodurch es zu einer Überreaktion des Immunsystems kommt. In klinischen Untersuchungen wurde gezeigt, dass gesundheitsfördernde Mikroorganismen die allergischen Reaktionen mildern und abschwächen, indem sie die Bildung bestimmter Immunzellen positiv beeinflussen.

Zur Reiseprophylaxe

Wer das Risiko bakterieller oder viraler Durchfälle im Urlaub oder auf Geschäftsreisen minimieren und sein Immunsystem generell fördern will, ist gut beraten bereits im Vorfeld seine Darmflora zu stärken. Probiotische Mikroorganismen hemmen das Wachstum von pathogenen Keimen und stärken die körpereigenen Abwehrkräfte.  Je früher damit begonnen wird umso besser.

Bei Antibiotika- Einnahme, bei Strahlen- und Chemotherapie

Durch verschiedene Therapiemaßnahmen kann eine erhebliche Störung der mikrobiellen
Darmbesiedelung auftreten. Unerwünschte Nebenwirkungen sind u.a. Durchfälle, Blähungen, Colitis oder das vermehrte Auftreten von Pilzbefall. Bereitswährend einer Antibiotika-, Strahlen- oder Chemotherapie empfiehlt sich die gezielte Zufuhr gesundheitsfördernder Mikroorganismen um die negativen Effekte dieser Maßnahmen zu minimieren.

In der Schwangerschaft

Schon während der Schwangerschaft können ausgewählte Lactobazillen die Gesundheit des Kindes im späteren Leben beeinflussen, denn die Entwicklung einer gesunden Darmflora beim Säugling ist eng mit der mikrobiellen Ausstattung der Mutter verknüpft. Studien mit Schwangeren und Stillenden, die vor und nach der Geburt probiotische Mikroorganismen erhielten, zeigten beispielsweise einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Probiotika- Aufnahme und einem verminderten Auftreten von Neurodermitis (atopische Dermatitis) bei den Kindern. Gesundheitsfördernde Mikroorganismen finden sich in vielen Lebensmitteln. Sie stellen eine wichtige Komponente im breiten Spektrum der Nährstoffe dar. Um jedoch eine geschwächte Darmflora zu stärken oder bei bereits bestehenden Erkrankungen messbare Erfolge zu erzielen, wird eine ausreichend hohe Konzentration ausgewählter Mikroorganismen benötigt. Technologische Maßnahmen wie eine spezielle Mikroverkapselung sorgen bei probiotischen Präparaten dafür, dass die Laktobazillen unverändert an den Ort ihrer Wirkung gelangen. Die Kombination mit speziellen Oligofruktosen,
beispielsweise Inulin, unterstützt die Ansiedlung und Vermehrung der erwünschten Bakterien und fördert die Wirkung.

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Lactobazillen - gesundheitsfördernde
Mikroorganismen für den Darm

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