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Der Bauch im Blickpunkt der Wissenschaft
Die Stationen des Verdauungstraktes lernen heute schon Schulkinder. Aber wissen wir später noch, welche Dimensionen und Funktionen beispielsweise unser Darm hat?
Der Verdauungstrakt lässt sich mit einem durchgehenden Rohr vergleichen, das vom Mund bis zum After reicht. Erreicht die Nahrung den Darm, hat sie bereits einige Stationen hinter sich. Nach der Zerkleinerung der Nahrung in der Mundhöhle, geht die Reise weiter durch Rachen, Speiseröhre und Magen. Dort werden die Nahrungsbestandteile durch die Magensäure und bestimmte Enzyme weiter „bearbeitet“.
Im Dünndarm angekommen, wirken enzymhaltige Verdauungssäfte auf den Speisebrei ein und spalten ihn in Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette auf. Die verwertbaren Bestandteile gelangen über die Darmschleimhaut ins Blut. Das Blut transportiert die Nährstoffe zu den einzelnen Organen. Im Dickdarm wird dem verbliebenen Speisebrei schließlich Flüssigkeit entzogen bis er als Stuhl ausgeschieden werden kann. Durchschnittlich 24 Stunden dauert so eine Reise durch den Verdauungskanal.
Der menschliche Darm ist übrigens sieben bis neun Meter lang und umfasst ungefähr eine Oberfläche von 400 Quadratmetern. Im Laufe eines 75-jährigen Lebens leistet er Schwerarbeit: schätzungsweise 30 Tonnen Speisen und 50.000 Liter Flüssiges passieren den Darm.